Vor einem Jahr entschied ich mich für ein Auslandssemester in Barcelona. Die Bewerbung war von beiden Seiten unkompliziert und obwohl an der Gasthochschule alles ein wenig mehr Zeit brauchte, gab es keine weiteren Probleme.

Spanien, ein Land, welches mir nur aus Erzählungen, Musik und Filmen bekannt war. Zudem begrenzte sich mein Vokabular auf Malle-Musik-Repertoire, demnach nicht viel mehr als „vamos a la playa“, „fiesta“, „siesta“, „bailando“ und „la cucaracha“.
Mit dem Glauben, dass ich mich nach Spanien begebe, wurde mir vor Ort relativ schnell klar, dass ich mich nicht in Spanien sondern in Katalonien befinde. Somit auch kein Spanisch sondern hauptsächlich Katalan gesprochen wird. Und plötzlich hieß „Vamos a la playa!“ „Anem a la platja!“.

Trotz allem war ich natürlich höchst motiviert direkt zwei Sprachen zu lernen und wollte dieses kulturell besondere Land kennen lernen. Für die erste Zeit nächtigte ich bei Freunden. Dort logierte ich in einem kleinen Kajüten-artigen Raum mit einem Meter Deckenhöhe. Die zwei Chicos mit denen ichzusammen wohnte, waren aus Ecuador und Deutschland nach Barcelona gezogen, um dort als Designer zu arbeiten, doch eigentlich waren es die unzähligen Plätze und Skateparks die Barcelona zum versprochenem Skaterparadies machten.

Angefangen habe ich meinen Aufenthalt mit einem zweiwöchigen Sprachkurs in Katalan. Dort habe ich Grundlagen dieser besonderen Sprache gelernt, sodass ich später in der Uni wenigstens verstand, um welchen Kurs es sich handelte. Außerdem fand ich dort meine drei lieben Mitbewohner, Auslandsstudenten aus Frankreich, Brasilien und Italien, die aber untereinander alle Spanisch sprachen, was meinen Sprachkenntnissen deutlich auf die Sprünge half.
Das ging alles ziemlich fix: Wir haben nach Wohnungen im Internet gesucht, sie uns kurz angeschaut und nach einer Woche hatten wir etwas Passendes, wo wir nach wenigen Tagen schon einziehen konnten. Generell ist es in Barcelona nicht schwierig, kurzfristig eine Wohnung zu finden.

Zwei Wochen nach meiner Ankunft ging es mit der Uni los. Leider war es mir nicht wie in Kiel möglich, mich einfach auf mein Fahrrad zu schwingen und mich bis zur Uni ein paar Minuten rollen zu lassen. In Barcelona musste ich jeden Morgen mit der Metro ca. eine Stunde zur Kunstfakultät gurken. Dies ist jedem zu empfehlen, der sich am frühen Morgen nach Körperkontakt sehnt. Im Auslandsbüro erhielt ich ausreichende Informationen, um mich im Unialltag zurecht zu finden. Mit zusätzlicher Hilfe des Internets war es einfach herauszufinden, wo ich wann sein musste. Außerdem waren meine Kommilitonen super hilfsbereit. Schon am ersten Tag kamen dutzende wundervoll nette Menschen auf mich zu, um sich mir vorzustellen. Zwar verstand ich nur Bruchstücke, von dem, was mir diese zulächelnden Fremden mitteilten, trotz allem fühlte ich mich direkt sehr willkommen und schnell wurden aus so manchen Fremden, Freunde.
Nach zwei Wochen hatte ich mir meinen Stundenplan so zu recht gelegt, dass ich nur noch an drei Tagen zur Uni musste. Die Kurse an sich waren zwar relativ zeitaufwändig jedoch leider nicht gleichermaßen anspruchsvoll. Zudem deckt der Studiengang Design an der „Universitat de Barcelona“ eine Bandbreite an späteren Berufsmöglichkeiten ab. So war ein obligatorische Teil meines Stundenplans „Produkt- und Industriedesign“, was für mich als Kommunikationsdesign-Studentin sehr ungewohnt war. Da die Studenten demnach sehr viel Inhalt in wenig Zeit bearbeiten müssen, werden Themengebiete innerhalb eines Jahres abgehandelt. Es gibt somit nur wenige Chancen sich auf etwas zu spezialisieren. Dies hat sich auch in der Arbeitsweise der Studierenden wiedergespiegelt. Da sie immer nur wenig Zeit zur Verfügung hatten, wurden Projekte hauptsächlich schnell fertig gestellt. Dennoch habe ich einiges mitnehmen können und es war super interessant einen kleinen Einblick in andere Themengebiete zu bekommen.
Ob die Kurse auf Katalan oder Spanisch stattfinden, ist den Professoren überlassen. Meine  Kurse waren zwar alle auf Katalan, dennoch waren meine Professoren sehr gutmütig mit mir und erklärten mir nach den Kursen das Wichtigste auf Spanisch. Das war für mich jedoch hauptsächlich sehr verwirrend, da ich nie kontinuierlich eine Sprache hörte. Dennoch findet man schnell Mittel und Wege in diesem Sprachwirrwarr zu überleben.

Dort unten am 41. Breitengrad bewegt sich alles bisschen anders. Menschen, Dinge und sogar die Zeit. Die Spanier erwachen ein wenig später, trinken „cafe con leche“ in den unzähligen Cafés, essen belegte Baguettes mit luftgetrocknetem Schinken, gehen im Sommer an den Strand und baden im Meer, legen sich wieder schlafen, um dann abends wieder raus auf die Straße zu gehen und sich auf ein paar Tapas (spanische Vorspeisen) und Bier zu treffen. Um frühestens 10 Uhr essen sie zu Abend und die Straßen leeren sich erst wenn die Bars um drei Uhr Nachts schließen.
Dagegen gleicht die Stadt in einigen Teilen Barcelonas nachmittags einer Geisterstadt. Die Läden und Lokale sind geschlossen und die Menschen befinden sich in ihren Häusern und halten Siesta. Was eigentlich einen erholsamen Schlaf nach anstrengender Arbeit in den heißen Mittagsstunden darstellen soll, wird auch bei kühleren Temperaturen im Spätsommer und sogar Winter durchgezogen.
Alles ist ein wenig langsamer, ruhiger und gerade das macht diese von Touristen belagerte Stadt aus. Denn trotz der vielen Sehenswürdigkeit-Süchtigen ist Barcelona ein Ort, der unglaublich sympathisch ist und wo man sich mit Leichtigkeit zuhause fühlen kann.

Wer den Jugendstil besonders den Modernismus schätzt, ist in Barcelona an Ort und Stelle. In jeder Ecke der Stadt, in jeder Straße, jedem Gässchen findet man Spuren dieses vor allem in Katalonien ausgeprägten Stils. Hausfassaden mit Wölbungen und Kurven geschmückt mit Keramik oder Elementen wie Schmetterlinge, Blätter und Blüten.
Genauso wie die Architektur sich nicht gerade zurückhaltend zeigt, erweisen sich auch die Spanier als laut und temperamentvoll. Mit ihrer Offenheit und Warmherzigkeit ist es jedoch sehr einfach neue Leute kennenzulernen. So habe ich nicht nur Studenten aus aller Welt kennen lernen können, sondern auch viele Spanier.

In Barcelona ist es meistens sonnig und selbst im Winter sinken die Temperaturen tagsüber nicht weit unter 10°C. Somit konnte ich glücklicherweise den verregneten Kieler Winter überspringen. Insgesamt waren es ein paar großartige Monate in dieser wunderschönen, von Bergen und Meer umzingelten Stadt und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen.

08.04.2014

fernweh-Büro

Wege ins Ausland

Von hier aus läuft der Kontakt zu unseren Partnerhochschulen im Ausland. Wir setzen Kooperationsvereinbarungen um und erfüllen Partnerschaftsabkommen mit Leben. Darüber hinaus informieren wir über Förderprogramme und Stipendien. Das International Office, hier fernweh-Büro, ist Anlaufstelle für die Mobilität von Studierenden, Doktoranden, Lehrenden und Personal – outgoing und incoming.
Ein Auslandsstudium oder -praktikum bietet die Möglichkeit, Arbeit und Alltag im internationalen Kontext zu erfahren, ein zunehmend wichtiger Aspekt im Berufsleben der Zukunft. Meistgenutzt ist das ERASMUS + Programm, doch auch Fulbright und der DAAD bieten angesehene und hochdotierte Stipendien für Lehrende, Forschende und Studierende. Bei der Suche nach weiteren Stipendienangeboten helfen Internet-Portale wie die DAAD Stipendiendatenbank und mystipendium.

Auf der Seite „Europass“ gibt es die standardisierte Möglichkeit, immer wieder abgefragte Daten wie z.B. den Lebenslauf  zusammenzufassen und für Bewerbungen zu nutzen.

 

ERASMUS +

Das Lifelong Learning Programme ERASMUS +, eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union, fördert seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden, Dozenten und Personal in Europa. Bisher haben rund 2 Millionen Studierende und fast 200.000 Dozenten mit diesem Programm einen Auslandsaufenthalt durchgeführt.
Die Muthesius Kunsthochschule hält die ERASMUS + Universitätscharta (EUC) seit 2007 und erfüllt damit alle Voraussetzungen zur Teilnahme an diesem Programm. Mit dem erasmus+ policy statement verpflichtet sich die Muthesius Kunsthochschule zur Vernetzung mit Hochschulen und Institutionen im europäischen Raum.

Die Förderraten sind nach Ländergruppen gestaffelt für ein akademisches Jahr festgelegt.

Die Erasmus + 2015/2016 und 2016/2017 können hier eingesehen werden.

Im Rahmen des EU-Programms erasmus + 2014-2020 exisiteren Partnerschaften mit folgenden Hochschulen in Europa:

LandStadtHochschuleStudienangebot
BelgienAntwerpenAntwerpen Belgien St Luca University College of Art & DesignFK, KoDe
GentSint-Lucas Hoogeschool voor Beeldende KunstFK, KoDe, Raum
BulgarienSofiaNational Academy of Art
Dänemark KopenhagenRoyal Danish Academy of Fine ArtsKoDe, IDe, Raum
EnglandNorwich Norwich University of the ArtsFK, KoDe
nur WS
NottinghamNottingham Trent UniversityPraktikum Keramik
SalfordUniversity of SalfordKoDe, IDe, Raum
FinnlandHelsinki Kuvataideakatemia Finish Academy of Fine ArtsFK auch Fotografie, KoDe, Raum
Aalto UniversityBA: Fine Arts/Keramik
VaasaNovia YrkeshögskolanFK, KoDe, IDe, Raum
FrankreichAngersÉcole Supérieure de beaux-artsFK, KoDe, IDe, Raum
BrestÉcole Européenne Supérieur d´Art de BretagneFK, KoDe, IDe
Caen/CherbourgÉcole supérieure d´arts & médiasFK
NantesÉcole supérieur des beaux-artsFK, KoDe
ParisÉcole de CondéIDe, KoDe, Raum
RennesÉcole Européenne Supérieur d´Art de BretagneFK, KoDe, IDe, Raum
St. EtienneÉcole Supérieure d`Art et Design FK, IDe, Raum
ValenceL´ESAD Grenoble-ValenceFK, KoDe
IrlandDublinNational College of Art and DesignFK, KoDe, IDe, Raum
WS oder WS + SoSe
IslandReykjavik Listaháskóli ÍslandsFK, KoDe, IDe, Raum
ItalienRomAccademia di belle arte di RomaFK, KoDe, Raum
BresciaLibera Accademia di belle Arti BresciaFK, KoDe, Raum, ID
KroatienSplitSveuciliste University of SplitFK, KoDe, IDe, Raum
LitauenVilniusVilnius Academy of ArtsFK, KoDe, IDe, Raum
VilniusCollege of DesignBA Raum, KoDe auch Foto und Fashion
NiederlandeDelftTU Delft MA: medical
Den HaagRoyal Academy of ArtBA: FK, KoDe, Raum, Furniture Design
Eindhoven https://www.designacademy.nl/KoDo, ID
GroningenAcademie MinervaBA FK 5. und 6. Se
BA KoDe/ IntDe 4./6. Se
MaastrichtAcademie Beeldende KunstenFK, KoDe, IDe, Raum
NorwegenBergenKunst- og designhögskolenFK, KoDe, IDe, Raum
OsloOslo National Academy of the ArtsFK, KoDe, IDe, Raum
TromsøThe Arctic University of Norway MA: FK
ÖsterreichLinzkunst universität linz
FK, KoDe, IDe, Raum
WienAkademie der Bildenden Künste WienFK
PolenDanzigAkademia Sztuk Pieknych w GdanskuFK, KoDe, IDe, Raum
Poznan Poznan University of ArtsFK, KoDe, IDe, Raum
StettinAkademia Sztuki w SzczecinieFK, KoDe, Raum
PortugalLissabonFaculdade de Belas-Arts da Universidade de LisboaFK, KoDe, IDe
PortoFaculdade de Belas Artes da Universidade do PortoFK, KoDe
RumänienBukarestUniversitatea Nationala de Arte din BucurestiFK, KoDe, IDe, Raum
SchwedenUmeåUmeå UniversityMA: IDe, FK
SchweizBaselHochschule für Gestaltung und KunstKoDe, IDe, Raum, FK
BernHochschule der KünsteFK, KoDe
SlowakeiBratislava http://www.vsvu.sk/en/KoDe, ID, Textil, Glas, Metall
SpanienAlmeríaEscuela de arte de Almería Fine Art/Visual Art & Design BA+MA
BarcelonaUniversitat de BarcelonaFK, KoDe, IDe, Raum
Escola MassanaFK, KoDe, IDe, Raum
LogronoESDIR La RiojaBA KoDe, IDe, Raum
Santiago de Compostelahttp://www.easd.es/BA ID
SevillaEscuela de Arte de Sevilla
ZamoraEscuela de Arte y Superior de Diseno de ZamoraFK, KoDe, IDe, Raum
TschechienPrag Academy of Fine Arts in PragueMA: FK
TürkeiAnkaraBaskent ÜniversitesiFK, KoDe, IDe, Raum
IstanbulMimar Sinan Fine Arts UniversityFK, KoDe, IDe, Raum
UngarnBudapestBudapest Metropolitan UniversityFK, KoDe, IDe
Pécs University of Pécs- Faculty of Music and Visual ArtsFK, KoDe, IDe, Raum

 

Weitere Hochschulkooperationen

 

National Institute of Design in Ahmadebad IndienNational Institute of Design in Ahmadebad
Holon Institute of Technology in Holon IsraelHolon Institute of Technology
Bezalel Academy of Arts and Design in
Jerusalem Israel
Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem
South China Normal University inGuangdong-Guangzhou, ChinaSouth China Normal University in Guangdong-Guangzhou
Saint Petersburg Stieglitz State Academy of Art and Design Russlandhttp://www.ghpa.ru/international
Tongji University College of Design and Innovation Volksrepublik ChinaTongji University College of Design and Innovation Volksrepublik China

 

Outgoing

Studierendenmobilität

Im Kontext der Bologna-Reform ist die Steigerung der Mobilität von Studierenden eine der zentralen Forderungen aller Akteure im Hochschulwesen. Ziel ist es, allen Studierenden eine Mobilität innerhalb ihrer Studienzeit zu ermöglichen. Ergänzend zum ERASMUS + Programm wurde PROMOS aus Mitteln des Auswärtigen Amtes ins Leben gerufen – unter anderem für weltweite Praktika und Studienaufenthalte an Nicht-Partnerhochschulen außerhalb der EU.
Im fernweh-Blog veröffentlichen wir nur Angebote für Jobs und Praktika im Ausland, die wir geprüft haben und weiterempfehlen können – siehe linke Seite. Besonders hilfreich für Designer sind internationale Portale wie Design Directory , Graphic Design Worldwide.

Mit Einführung von Erasmus + sind auch Graduiertenpraktika förderbar. Sie müssen innerhalb eines Kalenderjahres nach dem Abschluss durchgeführt werden (Datum der Exmatrikulation) – Mindestdauer für alle Praktika: 2 Monate.

Lehrendenmobilität

Durch einen Aufenthalt an einer Gasthochschule im Ausland vermitteln Gastdozenten ihr Fachwissen an Studierende, die nicht außerhalb ihrer Hochschule studieren wollen oder können. Sie stärken damit internationale Partnerschaften zwischen Hochschulen und fördern den Austausch von Lehrinhalten und -methoden. Innerhalb Europas ist dies mit dem ERASMUS +-Programm für lebenslanges Lernen realisierbar.

Personalmobilität

Um die Internationalisierung der Hochschulen weiter voran zu bringen, gibt es für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, das ERASMUS +-Programm zu Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen.

Incoming

International Students

Are welcome to apply – please note that you also have to register at uni-assist and that a German language certificate DSH2 or TestDaF4x4 is required.

Exchange Students

Please contact your home university´s international office for further information and support. Muthesius Academy of Fine Arts and Design holds a range of bilateral agreements to European partneruniversities in the frame of ERASMUS + and we are open for new agreements on behalf of student´s mobility. More details can be found on the left side – please click Exchange.

Fragen?

Maud Zieschang
+49/(0)431 – 5198-501, fernweh@muthesius.de

fernweh-Büro/International Office,
Legienstraße 35, Verwaltungsneubau, Raum 01.04
Mo + Do 10:00 – 12:30 Uhr,
Di + Mi 10:00 – 12:30 + 13:30 – 15:00 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

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